Tierärztliche Praxis für KleintiereDr. med. vet. Monika Meyer

Kastration Kater

Kastration / Sterilisation: Was ist das?
Unter Kastration versteht man die Entfernung des Keimgewebes, also der Hoden beim männlichen Tier bzw. der Eierstöcke beim weiblichen Tier. Eine Sterilisation bedeutet die Unterbindung der Fruchtbarkeit. Bei weiblichen Tieren werden die Eileiter durchtrennt, bei männlichen Tieren die Samenleiter. Die Tiere können sich so zwar nicht mehr fortpflanzen, der Sexualtrieb ist aber unverändert.
Beim Kater wird eine Kastration durchgeführt.

Warum Kastrieren?
Der Hauptgrund für eine Kastration ist es, die Fortpflanzungsfähigkeit bzw. den Fortpflanzungstrieb zu unterbinden.
Die Kastration hat aber auch weitere Gründe. Auf der Suche nach einem Geschlechtspartner streifen unkastrierte Tiere weit umher und werden dabei häufig Opfer von Verkehrsunfällen. Durch den Deckakt und Revier- und Konkurrenzkämpfe ist die Infektionsgefahr erhöht. Tödliche Viruserkrankungen wie z.B. FeLV (Leukose) und die Immunschwäche FIV („Katzen-AIDS“) werden so übertragen. Unkastrierte Kater kämpfen um ihr Revier und haben häufiger Bissverletzungen und Abszesse. Laut Studien haben kastrierte Katzen eine deutlich höhere Lebenserwartung als ihre unkastrierten Artgenossen.
Ein nicht zu verachtender Grund ist auch das Markieren des Reviers. Dieses normale aber für den Besitzer sehr unangenehme Verhalten ist der Hauptgrund im Haus gehaltene Kater zu kastrieren. Bei älteren Katern ist das Reviermarkieren manchmal durch eine Kastration nicht mehr reversibel.

Wann sollte mein Kater kastriert werden?
Kater werden im Alter von 8 bis 10 Monaten geschlechtsreif. Sie merken dieses vor allem an dem strengen Geruch des Urins und der Tatsache, dass Ihr Kater sein Revier (Ihre Wohnung!) mit Urin markiert.

Was muss ich beachten?
Sie bringen Ihren Kater am Tag der Kastration zum vereinbarten Termin in unsere Praxis. Zuvor darf er zwölf Stunden nichts fressen – trinken darf er. Bitte lassen sie Freigänger zwölf Stunden vor der Operation nicht raus, denn nur so kann sichergestellt werden, dass die Katze nüchtern ist.
Etwa drei Stunden nach der Abgabe können Sie Ihren Kater wieder abholen. Er hat zwei kleine Schnitte am Hodensack, über die die Hoden entfernt wurden. Eine Wundnaht ist nicht notwendig – Fäden brauchen nicht gezogen werden. In der Regel lecken die Kater nicht an der Wunde. Am Operationstag darf Ihr Kater nichts mehr fressen. Trinken sollte zur Verfügung stehen. Er sollte keine Treppen laufen und darf selbstverständlich nicht nach draußen. Machen sie Ihrem Kater ein warmes Lager, in das er sich zurückziehen kann. Ihr Tier braucht vor allen Dingen Ruhe. Ihr Kater hat keine Schmerzen, da er von uns mit Schmerzmitteln versorgt wird.
Damit ist die Kastration komplett überstanden.

Wenn Sie weitere Fragen haben, beantworten wir Ihnen diese gerne!



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